Stadthistorie Hannover
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Fenskestraße vorheriger Ort nächster Ort

Der Bereich um die Fenskestraße im Stadtteil Hainholz wird historisch von der St.-Marien-Kirche dominiert, die als das älteste erhaltene Bauwerk des Ortes gilt. Ihre Entstehung verdankt sie einer mittelalterlichen Legende: Nach dem angeblichen Fund eines wundertätigen Marienbildes im Gehölz im Jahr 1395 entwickelte sich Hainholz rasch zu einem überregional bedeutsamen Wallfahrtsort vor den Toren Hannovers. Um den zunehmenden Pilgerströmen gerecht zu werden, errichtete man zwischen 1409 und 1424 das heutige gotische Kirchenschiff aus massivem Bruchstein, das die bescheidene Vorgängerkapelle ersetzte. Mit der Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert endete die Zeit der Wallfahrten, und St. Marien wandelte sich zur evangelischen Gemeindekirche für das Dorf Hainholz. Das äußere Erscheinungsbild erfuhr im Jahr 1826 eine markante Veränderung, als der ursprünglich hölzerne Glockenturm durch den bis heute bestehenden massiven Westturm ersetzt wurde. Wie viele historische Bauten Hannovers litt auch die Kirche unter den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs, insbesondere bei den Bombardements im Jahr 1943. Der nachfolgende Wiederaufbau bewahrte jedoch die historische Substanz, sodass die Kirche an der Fenskestraße heute nicht nur als geistliches Zentrum, sondern auch als Bewahrerin bedeutender Kunstschätze, wie dem kostbaren Marienaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert, fungiert.


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