Stadthistorie Hannover
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Marschnerstraße vorheriger Ort nächster Ort

Hofkapellmeister Heinrich Marschner (1795–1861), dessen musikalisches Erbe in der Stadt bis heute, etwa durch das Marschner-Denkmal von 1877, präsent ist. Die Bebauung der Straße erfolgte maßgeblich in den 1880er und 1890er Jahren, parallel zum Aufstieg der Nordstadt als dicht besiedeltes Wohnquartier für die wachsende Bevölkerung im Zuge der Industrialisierung. Ein architektonischer und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Straße ist die katholische St. Marienkirche an der Marschnerstraße 34, die in den Jahren 1886 bis 1890 nach Plänen des Architekten Christoph Hehl als neugotische Basilika errichtet wurde und als zweiter katholischer Kirchenbau Hannovers nach der Reformation eine besondere historische Relevanz besitzt. Wie weite Teile der Nordstadt erlitt auch die Marschnerstraße im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden, insbesondere durch die alliierten Luftangriffe im Jahr 1943, bei denen die Wohnbebauung sowie die Marienkirche bis auf den Turm zerstört wurden. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit prägte das heutige Erscheinungsbild, wobei der Kirchenraum 1953 bis 1954 in vereinfachter Form neu entstand und sich heute moderne Wohnbauten wie das 2008 fertiggestellte Eckgebäude an der Marschnerstraße 2 in die gewachsene Struktur einfügen.


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1350
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