
Die Geschichte der Kreuzkirche in Hannover beginnt im Jahr 1333 mit ihrer Weihe als Kapelle des Heilig-Geist-Spitals. Als zentraler Ort der städtischen Armenfürsorge bildete sie im Mittelalter einen bewussten Kontrast zur prunkvollen Marktkirche. Bauliche Zäsuren prägten die Historie: Ein Herbststurm zerstörte 1630 den gotischen Turmhelm. Erst 1652 finanzierte der wohlhabende Kaufmann Johann Duve die Errichtung der charakteristischen barocken Turmhaube. Mit dieser Spende setzte Duve ein sichtbares Zeichen für den Reichtum und Wiederaufstieg des Bürgertums nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nach der Zerstörung durch Luftangriffe 1943, bei denen die Kirche bis auf die Außenmauern ausbrannte, erfolgte der schlichte Wiederaufbau zwischen 1959 und 1961. Heute beherbergt die „Kirche der Stille“ unter anderem den wertvollen Cranach-Altar.