Stadthistorie Hannover
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Clevertorwache vorheriger Vergleich nächster Vergleich

Die Clevertorwache um 1870. Ein großer architektonischer Verlust an dieser Stelle war das Palais Simon an der Ecke Escherstraße (im Hintergrund links), das ursprünglich als prachtvolles Wohnhaus der Bankiersfamilie Simon im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Später ging das repräsentative Gebäude in den Besitz der Industrie- und Handelskammer über und beherbergte das Handels- und Industriemuseum, wo Ausstellungen zur Wirtschaftsgeschichte gezeigt wurden. Obwohl das Palais den Zweiten Weltkrieg in einer wiederaufbaufähigen Substanz überstand, wurde es im Jahr 1952 abgerissen. Es fiel der radikalen Neuplanung zur autogerechten Stadt unter Stadtbaurat Hillebrecht zum Opfer, da der Platz für den Ausbau der breiten Verkehrsstraße und die Anbindung der Leinebrücken benötigt wurde, sodass der heutige Verkehr über dem einstigen Standort des Museums rollt. Die Brühlstraße selbst vollzog damit einen radikalen Wandel, der schon im Namen steckt, welcher sich von einer feuchten Wiese im Vorfeld der alten Festung ableitet. Was sich nach der Entfestigung zu einer vornehmen Adresse mit Stadtpalais entwickelt hatte, wurde in der Nachkriegszeit endgültig zu einer reinen Verkehrsschneise des City-Rings umfunktioniert, wodurch der ursprüngliche Charakter der Straße verloren ging.

Clevetorwache und SimonsplatzClevetor
Clevetorwache und Simonsplatz Clevetor

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ClevetorClevetorwache und SimonsplatzClevertorwacht 1870 KI nachkoloriert